Jesaja 40,26-31

Hebt eure Augen in die Höhe und seht! Wer hat all dies geschaffen?

Er führt das Heer [der Gestirne] vollzählig heraus und ruft sie alle mit Namen;

seine Macht und starke Kraft ist so groß, dass nicht eins von ihnen fehlt.

Warum sprichst du denn, Jakob, und du, Israel, sagst:

»Mein Weg ist dem Herrn verborgen, und mein Recht geht an meinem Gott vorüber«?

Weißt du nicht? Hast du nicht gehört?

Der Herr, der ewige Gott, der die Enden der Erde geschaffen hat, wird nicht müde noch matt, sein Verstand ist unausforschlich.

Er gibt dem Müden Kraft und Stärke genug dem Unvermögenden.

Jünglinge werden müde und matt, und Männer straucheln und fallen;

aber die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.

 

Liebe Gemeinde!

Hoffentlich sind Sie heute alle hell wach und nicht „müde und matt“ denn wir sind mit diesem Bibelabschnitt ordentlich gefordert. Er stellt eine theologische Herausforderung dar – nicht die Worte Jesajas an sich, sondern die Verortung an Ostern! Wir sind ja noch in der Osterwoche. Wir stehen noch in der Osterzeit und wir haben hoffentlich noch die Auferstehung Jesu vor unserem inneren Auge. Und jetzt die Herausforderung: Auferstehung Jesu und Altes Testament. Das öffnet gleich mehrere theologische Fragen.

Wie man Auferstehung Jesu und Altes Testament kombiniert, ins Verhältnis setzt, das ist gar nicht so einfach.

Wir sehen das schon daran, wie schwer sich die Kirche schon immer getan hat, für die Ostergottesdienste die passenden alttestamentlichen Schriftlesungen zu finden. Das ist gar nicht so leicht. Für Weihnachten – das wissen Sie alle – ist das viel leichter. Für die Geburt des Erlösers gibt es gleich mehrere schöne und passende Prophetenworte, auch von Jesaja: Das Volk, das im Finstern wandelt… Es wird ein Spross aus der Wurzel Isais aufgehen… Eine Jungfrau ist schwanger und wir einen Sohn gebären.

Ja selbst für Karfreitag ist das einfacher: Fürwahr, er trug unsere Krankheit und lud auf sich unsere Schmerzen… Ich vermute, Sie wären sogar selbst auf diese alttestamentlichen Ankündigungen gekommen, wenn ich Sie gefragt hätte.

Aber für Ostern? Für die Auferstehung Jesu? Da muss man schon tiefer graben. Und dann findet man nur ganz zarte Andeutungen (vielleicht das Zeichen des Jona, der drei Tage im Walfisch war, oder das überschwängliche Lied von Hanna, der Mutter Samuels).

Grund genug, für manche Theologen zu sagen: Das Alte Testament kenne ursprünglich gar keine Auferstehung. Das sei erst eine Vorstellung, die sich im Laufe der Zeit entwickelt hat. Ich halte das für falsch, aber eines an dieser Beobachtung ist wahr:

Die Auferstehung Jesu ist so revolutionär, so unerwartet, so neu, dass es selbst den biblischen Zeugen erst einmal die Sprache verschlägt. Ich vermute, keiner der alttestamentlichen Propheten hätte sich diese krasse Wendung in der Geschichte so vorstellen können. Hier trifft das zu, was auch geschrieben steht (bei Jesaja und dann von Paulus aufgenommen [Jes 64,3; 1Kor 2,9]):“ Das, was kein Auge je gesehen hat und kein Ohr gehört, das hat Gott hier bereitet.“

Und daran sehen wir, dass die Sendung Jesu alles, was Gott davor getan hat, noch einmal weit übersteigt, und warum wir ein Neues Testament haben. Nicht, weil es im Gegensatz zum Alten Testament stünde, nicht, weil es keine Kontinuität gäbe, sondern weil es im vollsten Sinne des Wortes unerhört ist, was in der Person Jesu passiert ist.

Alles, was Israel erlebte und glaubte, ist hier nicht nur weitergeführt und erfüllt, sondern noch weit übertroffen.

Kontinuität und Revolution gleichzeitig. Das ist die Spannung, die zwischen Israel und uns Christusgläubigen besteht. Verwandtschaft und Unterschied. Gemeinsamkeit und doch auch Differenz.

Auf dieser feinen sensiblen Linie (die so oft in der Geschichte dumm und gewalttätig überschritten wurde) müssen wir gehen; und auf dieser Linie haben wir uns auch zu bewegen, wenn wir Jesajas Worte heute in der Osterwoche auslegen.

 

Sie sind weder eine einfache Prophezeiung der Auferstehung Jesu, noch eine allgemeine Abhandlung über die Hoffnung, die auch ohne den Auferstandenen auskäme.

Die wunderbaren Worte Jesajas geben uns aber großartige Koordinaten an die Hand, innerhalb derer wir Auferstehung denken und leben können, die Auferstehung Jesu und unsere Auferstehung!

 

I Gott kann alles

Hebt eure Augen in die Höhe und seht! Wer hat all dies geschaffen?

Er führt ihr Heer vollzählig heraus und ruft sie alle mit Namen;

seine Macht und starke Kraft ist so groß, dass nicht eins von ihnen fehlt.

Der Herr, der ewige Gott, der die Enden der Erde geschaffen hat, ist unausforschlich.

Gott ist der Schöpfer des Universums. Er hat die Naturgesetze bestimmt. Er hat die Regeln gemacht. Alles, was passiert, liegt in seinen Händen – auch das, was wir uns nicht vorstellen können.

„Ich kann mir die Auferstehung Jesu nicht vorstellen.“ „Ich kann mir ein Leben nach dem Tod nicht vorstellen.“ Wie oft haben wir solche Sätze schon gehört.

Mit Jesaja könnten wir entgegenhalten:

„Weißt du nicht? Hast du nicht gehört?“

Der Herr, der ewige Gott, der die Enden der Erde geschaffen hat, ist unausforschlich.

 

Wie sollte der, der die Grundlage von allem ist, an irgendwelche Grenzen gebunden sein?

Wie sollte der, der die Gestirne am Himmel auf ihren Platz ruft, an einem verschlossenen Grab scheitern?

Wie sollte der, der das Leben in Person ist, seinem eingeborenen Sohn das Leben verweigern?

Wie sollte der, der uns aus Liebe geschaffen hat und zu hohem Preis erlöst, uns nicht ewig bei sich haben wollen?

Liebe Geschwister,

es gibt keine Denkverbote für das Gute und für das Heil.

Aussichtslose Lagen, schwere Krebserkrankung, tiefe Depression:

Es gibt keine Denkverbote für eine heilsame Wendung, für Gottes wunderbares Eingreifen, für unerwartete Hilfe.

Es gibt keine Denkverbote im Blick auf unsere angespannte und verhakte Weltlage. Es gibt sie nicht um Blick auf die Negativentwicklung des Klimas. Es gibt sie nicht im Blick auf die Wirtschaftslage hier im Land.

 

Der Herr, der ewige Gott der die Enden der Erde geschaffen hat, kann alles wenden.

Wer von Gott als Schöpfer des Universums und des eigenen Lebens ausgeht, der kann die Auferstehung Jesu staunend – und manchmal vielleicht auch zögerlich – annehmen und damit jedes unerhörte Eingreifen Gottes in den Lauf der Dinge.

Das ist keine Einladung, einfach die Hände in den Schoß zu legen und jedes vernünftige Tun sein zu lassen. Wir sind schon mit unseren Gaben gefordert. Aber wir dürfen die Möglichkeit des unerwarteten Guten nicht von vornherein ausschließen.

Mir scheint es oft so, als habe sich ein pessimistischer Mehltau über unser Land und unsere Kirche gelegt. Es geht nur noch bergab. Mag sein, dass die Zahlen schlecht sind, aber wir haben einen Gott, mit dem wir rechnen können.

Diese bleierne Müdigkeit, die wir zurzeit überall sehen, bringt uns zum zweiten Punkt.

 

II Menschen sind schwach

Jesaja stellt uns Menschen – und vor allem den Männern – ein sehr nüchternes Zeugnis aus: Jünglinge werden müde und matt, und Männer straucheln und fallen.

Und wenn ein Aspekt unserer heutigen Worte aus dem Jesajabuch die neutestamentlichen Berichte zu Ostern trifft, dann dieser: Die Männer sind die große Enttäuschung. Bei der Gefangennahme Jesu laufen sie weg, bei der ernsten Nachfrage leugnen sie, unter dem Kreuz fehlen sie, am Ostertag schließen sie sich ein, und selbst als sie von der Auferstehung hören, zweifeln sie wie Thomas.

Die Frauen blieben unter dem Kreuz. Die Frauen gingen aus einer Mischung von Liebe und Tradition zum Grab am Morgen zum Grab. Die Frauen sagten von der Auferstehung weiter.

Aber die, die vor Jesus die größten Töne spukten, die waren erst einmal abgetaucht.

Ja, Jünglinge werden müde und matt, und Männer straucheln und fallen.

Die, die vermeintlich stark sind, stoßen ganz schnell an ihre Grenzen. Die, die in der Welt den Ton angeben, werden ganz leise.

Wir denken immer, Starksein hat mit eigener Kraft zu tun.

Israel musste wie viele Völker mit ansehen, wie die jungen Männer, die man im wehrfähigen Alter in den Krieg schickte, müde wurden und zusammenbrachen. Ja, selbst junge Männer auf der Höhe ihrer körperlichen Kraft sind nicht geeignet als Beispiel für den Glauben.

Es ist weder das jugendliche Alter noch unsere Intelligenz, die uns rettet.

Es ist Gott.

Er gibt dem Müden Kraft und Stärke genug dem Unvermögenden.

Und wenn wir etwas aus diesen wenig rühmlichen Osterberichten der Evangelien lernen können, dann ist es die Erkenntnis, dass es nicht die Jünger selbst waren, die sich berappelt haben. Es waren nicht die Jünger, die selbst ihr Leben wieder in die Hand nahmen. Es waren nicht die Jünger, die womöglich selbst auf Ideen kamen, sich den Tod Jesu schönzureden und irgendwie umzudeuten.

Es war der Auferstandene selbst, der die vollkommen ausgebrannten und gelähmten Männer wieder auf die Beine stellte, weil er für sie wieder das sicherstellte, was unser Leben ausmacht: Sinn und Beziehung.

Jesaja hat recht: Er gibt dem Müden Kraft und Stärke genug dem Unvermögenden. Es ist nicht der Staat, es ist nicht die eigene Gesundheit, es ist nicht die finanzielle Absicherung, es sind nicht wir selbst. Wir müssen wie Petrus halb erschrocken erkennen: Es ist der Herr!

 

III Gott überwindet unsere Müdigkeit

Mein letzter Abschnitt:

Der Herr überwindet nicht nur den Tod, sondern auch unsere Müdigkeit.

Wie tut er das?

Indem er uns den Kopf wäscht? Indem er uns aufhetzt? Indem er uns die Hölle heiß macht?

Die Osterberichte zeigen uns so wunderbar, dass es das alles nicht ist.

Jesus, so haben wir heute gehört, bricht die Tür zu den verschlossenen Jüngern nicht mit Gewalt von außen auf. Er sieht die verschlossenen Türen, und er muss nicht gewalttätig werden. Er als der Sohn Gottes, als der Auferstandene, kann durch Wände gehen. Er tritt in ihre Mitte ohne alle Gewalt.

Das ist es, was wir brauchen! Nicht noch mehr Gewalt, nicht noch mehr Bedrohung, nicht noch mehr Bevormundung, sondern dass einer es aus Liebe schafft, in unsere Mitte zu kommen, in unser Herz und uns durch seine Liebe zu überwältigen.

Am Anfang des Weges Jesu in dieses letzte Passafest heißt es im Johannesevangelium: Er liebte die Seinen bis ans Ende. (Joh 13,1).

Das ist es, was wir brauchen. Das ist es, was Angst überwindet. Das ist das Einzige, was Angst überwindet: Zuwendung, Wertschätzung und Gemeinschaft.

Jesus kommt als der, der das Leiden kennt, denn er hat es selbst erlitten. Und er kommt aus der Angst, aus dem Verlassensein, und tritt in unsere Mitte und spricht „Friede sei mit euch.“

Shalom heißt das ursprünglich; und Shalom ist das Gegenteil von Angst, nämlich Sicherheit, Heil sein, zur Ruhe kommen, in Harmonie sein und gelassen sein Können: Gelassen nicht im Sinne von nachlässig, sondern im Sinn von aufgehoben und geborgen.

Es ist allein die Gegenwart Jesu, die alles verändert. Es ist allein sein Wesen, seine Wirkung sein Wort; und es tritt Friede ein.

Aber Vorsicht: Friede, keine Friedhofsruhe!

Man könnte auf den Tod ja reagieren mit einem „Ruhe sanft“ oder auf einen Abschied mit „Geh in Frieden“: Ruhiges Akzeptieren einer Realität, gegen die man sowie so nichts machen kann.

So gehen wohl die meisten unserer Zeitgenossen mit dem Tod um.

Die meisten Menschen stellen sich den Tod vor wie einen ewigen Schlaf.

Aber wer sich den Tod als Schlaf vorstellt, verharmlost ihn!

Wer denkt, dass es schon gut ist, am Ende die Augen zu schließen und in ein sanftes Nichts zu fallen, der teilt zumindest nicht die Sicht der Bibel.

Tod ist für die Bibel tiefstes Alleinsein, vollkommene Beziehungslosigkeit, Abbruch all dessen, was einmal schön und lebenswert war.

Der Tod zerreißt unsere Liebesbeziehungen. Das ist vermutlich der Aspekt, der auch den modernen Menschen noch erschreckt, der von einem kommenden Gericht Gottes nichts hören will, und der sich ganz gut einrichten kann mit dem Gedanken, am Ende einfach für immer einzuschlafen.

Wir mögen uns des Jenseits vorstellen, wie auch immer wir wollen. Wir mögen uns am Ende einen langen Schlaf wünschen. Wir mögen am Ende des Lebens und aller Dinge müde sein!

Aber Gott lässt uns nicht ewig schlafen.

Wach auf, der du schläfst,

und steh auf von den Toten,

so wird Christus dich erleuchten.

 

Der Epheserbrief (5,14) überliefert uns dieses uralte Osterlied, das ausgesprochen ungemütlich klingt für alle Langschläfer. Christus lässt uns nicht schlafen.

Der Auferstandene lässt uns nicht schlummern. Nach unserm Tod nicht. Und auch jetzt nicht, wenn wir in Unglauben oder in selbstgemachten Jenseitsvorstellungen vor uns hindämmern.

 

Der natürliche Schlaf ist eine notwendige Sache. Aber am Ende ist er doch eine sehr einsame, sogar egoistische Sache: Wer schläft, ist nur auf sich bezogen. Wer schläft, tut nichts für andere. Wer schläft, pflegt keine Beziehung, hört nicht und spricht nicht.

Gott will am Ende keine Schläfer, sondern er will eine Beziehung zu uns.

Gott will am Ende auch nicht selbst seine Ruhe von dieser Welt, die ihm so viel Ärger gemacht hat, sondern er will uns Sünder bei sich haben.

Deshalb diese ganze Geschichte mit Jesus. Deshalb Kreuz und Auferstehung. Nicht, um ein Buch der Weltliteratur zu füllen, sondern um Menschen, die fern von ihm sind, zu sich zu holen.

Letztendlich geht bei der Frage von Tod und ewigem Leben nicht um Schlafen oder Wachsein, sondern um Einsamkeit oder Beziehung.

Und wer liebt, der will Beziehung, nicht ewiges Schweigen!

 

Der Tod mag uns wie ein Schlaf vorkommen, aber Gott lässt uns nicht schlafen.

Und Müdigkeit, Müdigkeit ist die Vorstufe des Schlafes, aber die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.

 

Unser Glaube mag einschlafen, unsere Motivation mag immer wieder zusammenfallen, aber dieser Gott schläft nicht mit ein.

Nein, dieser Retter Israels schläft und schlummert nicht!

Menschen werden müde und matt – auch im Glauben.

Aber Gott schläft nicht mit dem Unglauben der Menschen ein.

Und man kann das unserer so ungläubigen Zeit, in der das viele Atheisten denken, gar nicht oft genug sagen:

Gott schläft nicht mit dem Unglauben der Menschen ein.

 

„Jünglinge werden müde und matt, und Männer straucheln und fallen;

aber die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft,

dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.“

.Als Beispiel für den Glauben, der durchhält, dienen die Adler.

Warum?

Adler schweben nach oben nicht aus eigener Kraft. Adler steigen nicht auf durch das hektische Flattern ihres Flügelschlags, sondern weil sie ich mit ihren ausgespannten Schwingen von Luftströmen aufwärts tragen lassen.

 

Bernhard von Clairvaux hat es so wunderbar gesagt:

Das Kreuz ist eine Last von der Art,

wie es die Flügel für die Vögel sind.

Sie tragen sie aufwärts.

 

Und der Glaube ist kein krampfhaftes Festhalten an dem, was wir haben und können. Glaube ist ein sich Fallenlassen in die Treue Gottes.

Ein junger Adler, der nie das Nest verlässt und nie den Versuch wagt, ob seine Flügel tragen, wird verhungern.

Einer Lebenseinstellung, die sich nur an den eigenen Leistungen festmacht, wird am Ende auch die Nahrung ausgehen.

Wer sich aber von Gott tragen lässt, der kann sich fallenlassen.

Nicht nur ins abendliche Bett, sondern auch in jenen letzten Schlaf – der keiner ist, sondern das Nach-Hause-Gebracht-Werden durch Jesus.

Mit Jochen Klepper gesprochen:

Sieh nicht an, was du selber bist

in deiner Schuld und Schwäche.

Sieh den an, der gekommen ist,

damit er für dich spreche.

Sieh an, was dir heut widerfährt,

heut, da dein Heiland eingekehrt,

dich wieder heimzubringen

auf adlerstarken Schwingen.

Amen.Jesaja 40,26-31

Hebt eure Augen in die Höhe und seht! Wer hat all dies geschaffen?

Er führt das Heer [der Gestirne] vollzählig heraus und ruft sie alle mit Namen;

seine Macht und starke Kraft ist so groß, dass nicht eins von ihnen fehlt.

Warum sprichst du denn, Jakob, und du, Israel, sagst:

»Mein Weg ist dem Herrn verborgen, und mein Recht geht an meinem Gott vorüber«?

Weißt du nicht? Hast du nicht gehört?

Der Herr, der ewige Gott, der die Enden der Erde geschaffen hat, wird nicht müde noch matt, sein Verstand ist unausforschlich.

Er gibt dem Müden Kraft und Stärke genug dem Unvermögenden.

Jünglinge werden müde und matt, und Männer straucheln und fallen;

aber die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.

Amen.

 

Quasimodogeniti – Pfr. Dr. Jonas