ELKI

Die ELKI

Die ungewisse politische Situation nach dem zweiten Weltkrieg stellte die in ganz Italien verstreuten lutherischen Gemeinden vor eine große Herausforderung, denn sie mussten ohne jegliche Hilfe aus Deutschland auskommen. In dieser Situation schlossen sie sich zur „Evangelisch-Lutherischen Kirche in Italien“ (ELKI) zusammen, einer eigenständigen, im italienischen Recht verankerten evangelisch-lutherischen Kirche.

Die ELKI

Weil die ELKI in Lehre, Ethik und geistlichem Leben den Grundlagen folgt, die von Martin Luther und den mit ihm verbundenen Theologen vertreten wurden, ist es eine lutherische Kirche. Sie teilt mit den anderen aus der Reformation hervorgegangenen Kirchen die evangelischen Bekenntnisgrundlagen sowie die Grundunterschiede zur römisch-katholischen Kirche, insbesondere im Kirchen- und Amtsverständnis sowie in der Interpretation der Eucharistie bzw. des Abendmahls.

Die ELKI

Die ELKI ist eine evangelische Minderheitskirche in einem Land, dessen Einwohner überwiegend Mitglieder der römisch-katholischen Kirche sind. Sie hat nur einige Tausend Mitglieder, ihre 15 Gemeinden sind über ganz Italien verstreut. Seit 1995 sind die Beziehungen zwischen dem italienischen Staat und der ELKI gesetzlich geregelt. Man wird Mitglied der ELKI, indem man als getaufter Christ in eine ihrer Mitgliedsgemeinden eintritt. Letzteres geschieht durch eine schriftliche Erklärung, in der man sich außerdem verpflichtet, einen angemessenen Beitrag zur Finanzierung der Gemeinde zu leisten.